Leitbild

Unsere Schule ist ein Haus des Lernens und der Begegnung, das der gesamten Bevölkerung offen steht. Wir legen Wert auf die Vermittlung einer zeitgemäßen Allgemeinbildung und arbeiten mit den Jugendlichen an einer guten Grundlage für das Leben.

Wir wecken in den Schülerinnen und Schüler Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie zu selbständigen und kreativen Lösungswegen befähigen. Dabei hilft uns unsere pädagogische Professionalität und Methodenvielfalt.

Wir stellen hohe Anforderungen an die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Dazu nutzen wir die Gelegenheiten, Lerninhalte durch Lehrausgänge, Projektarbeit und besondere Initiativen zu veranschaulichen.

Weltoffenheit, Kritikfähigkeit, Toleranz, soziales Engagement und Verantwortlichkeit sind die Grundlagen für unser pädagogisches Leben, Lehren und Lernen.

Jeder leistet seinen Beitrag für ein förderliches Arbeitsklima. Mit Teamgeist erreichen wir die angestrebten Ziele.

Schule und Eltern sind Partner. Wir nehmen den Erziehungsauftrag gemeinsam mit den Eltern wahr.

Die Schulleitung qualifiziert sich in den Bereichen Pädagogik, Personalführung und Verwaltung. Sie trägt dafür Sorge, dass alle Schulpartner gemeinsam eine offene und lebendige Schule gestalten. 


Grundsätze unseres pädagogischen Handelns

 

U MGANGSFORMEN PFLEGEN

N
EUES WAGEN

S
OZIALE INTEGRATION LEBEN

E
LTERN & SCHULE SIND PARTNER

R
ÄUME SCHAFFEN UND GESTALTEN

E
RZIEHUNGSAUFTRÄGE WAHRNEHMEN



S
PRACHEN FÖRDERN

C
HANCEN BIETEN

H
UMANE SCHULE VERWIRKLICHEN

U
NTERRICHTSMETHODEN VARIIEREN

L
ERNWILLEN FORDERN UND FÖRDERN

E INBLICKE GEWÄHREN

 



Perspektiven

Die Welt befindet sich in einem fundamentalen Auf- und Umbruch. Die ökonomische Globalisierung überschreitet scheinbar mühelos räumliche und zeitliche Grenzen und baut dieselben ab; die Kommunikationstechnologie ermöglicht völlig neue Aus- und Einblicke, birgt aber auch die Gefahr des Eintauchens in ein Panoptikum der Banalitäten. Die Gentechnologie eröffnet die Realisierung lang gehegter Visionen und Utopien, kann dem Menschen aber auch zum Schöpfer größenwahnsinniger, monströser Ideen deformieren.

Und wo bleibt in diesem alles revolutionierendem Umfeld die Schule? Welchen Stellenwert wird sie zukünftig einnehmen? Wird sie lethargisch-fatalistisch den Entwicklungen hinterherhecheln, nur noch reagieren statt agieren?

Wir in St. Johann wollen dies nicht.

Wir, die Schulgemeinschaft, wollen eine Schule, die Prozesse in Gang setzt, die Entwicklungen aktiv fördert, pädagogische Visionen entwickelt und dieselben couragiert umsetzt. Auch wenn es vermessen klingt, wir wollen handeln, nochmals handeln und im Sinne der Schüler die Zukunft aktiv gestalten. Wir wollen unsere Kinder aus dem zunehmend sich formierenden Strom der Nichtigkeiten und des Einerleis herausreißen und die Schleuse zur eigenständigen, klar umrissenen Persönlichkeit öffnen. Wir wollen die geistigen Weichen in Richtung Humanität, Toleranz und Solidarität stellen.

Nicht zuletzt ob genannter Zwecke wegen existiert seit 1998 an der Mittelschule St. Johann eine Steuergruppe, die sich intensiv um die Erstellung eines perspektivischen Leitbildes bemühte. Die vorliegende Konzeption entstand in Teamarbeit und hatte die Charakteristik eines offenen Projektes. Es gab keine Meinungshierarchien und keine autoritären pädagogischen Dogmatismen. Besonders wichtig war die Meinung, die Anregungen der Eltern und Schüler; die Anliegen des sozio-ökonomischen Umfeldes der Schule fanden Berücksichtigung. So entstand eine Agenda der Pluralität und Vielfalt, die im gegenseitigen Dialog zu einer richtungsweisenden Einheit geformt wurde.


Zur Entstehung des Leitbildes

Das Leitbild der Schule ist entstanden in gemeinsamer Arbeit aller am Schulleben Beteiligten, nämlich Eltern, Lehrer, Schüler, Direktor, Umfeld der Schule.

Bei allen stattgefundenen Gesprächen gab es keine Meinungshierarchie und keine pädagogischen Dogmatismen.

Begonnen hatte alles mit einem pädagogischen Tag in Terenten im Herbst 1999. Dabei wurde zusammen mit den Schulfachleuten Professor Brockmeyer und Dr. Risse ein Stärke-Schwächeprofil der Schule erstellt und ein Idealbild der Schule entworfen. Im Anschluss daran wurden die Ergebnisse von der Steuergruppe der Schule gesichtet, ausgewertet und Elternvertretern und Kollegen im Rahmen einer Plenarkonferenz vorgestellt. Dabei waren die Elternvertreter aufgefordert, ihre Wünsche und Vorstellungen für die Schule der Zukunft, das Haus des Lernens einzubringen. Die Meinung der Schüler wurde durch eine Umfrage mit dem Thema „Meine Traumschule“ in Erfahrung gebracht. Weitere Ideen des Umfeldes der Schule wurden durch den FAS eingebracht, den im Jahre 1998 gegründeten Förderkreis Ahrntaler Schule.

Nach eingehender Diskussion wurden schließlich Leitsätze formuliert und vom Fachmann für Schulentwicklung Dr. Martin Creutzburg begutachtet. Nach der Genehmigung durch den Schulrat am Tag der Schulgemeinschaft am 06. 05. 2000 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die grafische Gestaltung übernahm der Professor für Kunsterziehung Josef Steger.