FA


“Freier Ausdruck”

bedeutet, dass es

örtliche, zeitliche und inhaltliche Freiräume

gibt,

in denen Kinder sich völlig frei mit ihren Mitteln, Möglichkeiten und Fähigkeiten

ausdrücken können.

  

 

 

 Freier Ausdruck 

 

Grundschule St. Peter

 

Gedanken   

            

 

Spuren suchen, Spuren hinterlassen

 

Wenn Kinder gestalterisch aktiv sind, offenbart sich ein menschliches Grundbedürfnis: Das Bedürfnis Spuren zu hinterlassen, sich auszudrücken, sich zu manifestieren, der Welt „Bilder, Worte, Töne, Bewegungen, ...“ zu geben. 

 Dies können bildnerische genauso wie akustische, körperliche, sprachliche, literarische, sozialkulturelle, ja selbst in gewissem Maße mathematische oder wissenschaftliche Ausdrucksformen sein. 

Diese Spuren, klare oder verschlüsselte Dokumentationen von Entdeckung, Entwicklung und innerem Bedürfnis, sind Zeugen eines dynamischen Wachsens und Lernens, sind das, was den Energiefluss und die Lebensfreude nicht nur der Kinder darstellt.

 Diese Spuren sind meist Basis neuer Fragen und neuer Herausforderungen, sind das, was den Wert der Arbeit ausdrückt. Diese Spuren öffnen Ventile und Türen, die es ermöglichen, sich auszuleben, sich mitzuteilen und Kontakt herzustellen – sich selbst und die Welt zu begreifen. (aus Freinet Pädagogik e.V.)

 

    

Aus Rahmenrichtlinien Beschluss der Landesregierung vom 19.01.2009, Nr. 81

 Sprachlich-künstlerisch-expressiver Bereich:  Deutsch,  Italienisch Zweite Sprache,  Englisch,  Musik,  Kunst/Technik,  Bewegung und Sport 

 Geschichtlich-geografisch-sozial-religiöser Bereich: Geschichte  Geografie, Katholische Religion 

 Mathematisch-naturwissenschaftlich-technologischer Bereich: Mathematik, Naturwissenschaften, Technik 

    

Wir gehen von den Bereichen der Rahmenrichtlinien aus und teilen den Bereich „Sprachlich-künstlerisch-expressiver Bereich“  in 2 Unterrichtszeiten:

 

· Fachunterricht

· Freier Ausdruck  

  

 Aus Rahmenrichtlinien Beschluss der Landesregierung vom 19.01.2009, Nr. 81

 Zielsetzungen:

 Die verbindliche Grundquote hat die Erreichung der allgemeinen Bildungsziele und den Erwerb der grundlegenden Kompetenzen durch die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Fächern sowie in den fächerübergreifenden Lernbereichen zum Ziel.

 

    

Im Fachunterricht wird die Konzentration auf die Erlernung der grundlegenden Fachkompetenzen gelegt.

 

Im Freien Ausdruck werden die Kompetenzen fächerübergreifend in „Projekten“ bearbeitet, die Schülerinnen entscheiden frei innerhalb des "Sprachlich-künstlerisch-expressiven Bereichs" wie sie ihre Gedanken und Ideen ausdrücken. 

In der Unterstufe werden den Kindern Angebote gemacht, zwischen denen sie jederzeit frei wählen. Die Angebote sind  auch offen für neue und individuelle Ideen und fördern den Weg hin zu eigener Auseinandersetzung mit der Umwelt Selbstverantwortlichkeit im Tun. Der Übergang zu freien Themen und freier Gestaltung ist offen.

 

In der Oberstufe wird ein Thema vorgegeben oder auch gemeinsam bestimmt. Die SchülerInnen arbeiten frei nach ihren Plänen an ihrem „Projekt“ und entfalten so ihre individuelle Persönlichkeit. 

Im Stundenplan finden wir das Fach FA für alle Klassen täglich, außer am Montag.

 

 

 

Projektarbeit:

 

Inspiration/Idee/Plan – Umsetzung – Vorstellung/Auswertung/Feier

 

 

- Im Projekt können Schüler eigene Fragen und Ideen verfolgen und erforschen. Sie werden zu aktiven Gestaltern ihres eigenen Lernweges.

 - Die Projekte sind prozessorientiert, die Ergebnisse sind offen.

 - Die Projekte ermöglichen verschiedene Perspektiven auf ein Thema.

  - Projekte ermöglichen klassen- und fächerübergreifende Arbeit.

 - Das Lernen ist selbstgesteuert und  personalisiert.

  

 

Eine Lernkultur der Potenzialentfaltung gelingt dort, wo Kinder nicht mehr belehrt, sondern als selbstbestimmte Gestalter ihres Lernweges und als kreative Entdecker ihrer vielseitigen Fähigkeiten und Potenziale ernst genommen werden. (aus: Schule im Aufbruch)

  

 

So arbeiten wir in FA:

 

- Im Treffpunkt, am Beginn der Stunde, werden alle notwendigen organisatorischen und allfälligen Punkte besprochen. 

 - Die SchülerInnen entscheiden frei, in welcher Ausdrucksform sie das Thema bearbeiten.

 - Es gibt keine zeitliche Beschränkung, die Schülerinnen arbeiten in ihrem eigenen Lerntempo.

 - Die SchülerInnen entscheiden eigenständig, welches Ziel sie verfolgen, was sie mit den Ergebnissen machen.

 - Alle Lehrpersonen sind gleichberechtigt für alle Fachbereiche zuständig.

 - Die Lehrpersonen bereiten die Umgebung vor und begleiten die SchülerInnen auf ihrem individuell gewählten Weg.

  - Lernwege werden reflektiert und dokumentiert.

 - Projektergebnisse werden „gefeiert“.

 

  

Ziele:

Die SchülerInnen lernen…

 

- erlernte Kompetenzen anzuwenden

 - ein Thema zu fokussieren, Entscheidungen zu treffen, Ziele zu formulieren und umzusetzen.

 - den Arbeiten einen Sinn zu geben, in Beziehung zur Umwelt zu setzen und diese zu verantworten

 - mit der zur Verfügung stehenden Zeit umzugehen

 - die eigenen Lernwege zu dokumentieren

 - bei Gruppenprojekten: Sich innerhalb einer Gruppe zu verständigen, Tätigkeiten aufeinander abzustimmen und die Ergebnisse gemeinsam zu verantworten

 - die Projektergebnisse auszuwerten und zu präsentieren

 - zu loben und berechtigte Kritik zu üben

 

 

 

 

 

Orientierung des Projektes an:

 

Freinet- Pädagogik

 

Schule im Aufbruch

 

 

 aus

 Freinet-Pädagogik

 www.freinet-kooperative.de

 

1.    Freie Entfaltung der Persönlichkeit.

Die Schüler lernen durch das „Freie Gestalten“ sich zu öffnen und auf andere zuzugehen. Diese Form der Befreiung ist wesentlich für die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.

 

2.    Kritische Auseinandersetzung mit der Umwelt.

Die Lebenswelt der Lernenden und deren Bedürfnisse bilden den Ausgangspunkt für praktische Arbeitsvorhaben und Erkundungen.

  

3.     Selbstverantwortlichkeit des Kindes.

Schüler sollen sowohl ihre eigene Situation einschätzen und die Arbeit nach selbst gewählten Maßstäben organisieren als auch die persönliche Identität und Verschiedenheit der Mitschüler respektieren.

 

4.    Kooperation und gegenseitige Verantwortlichkeit.

In einer Atmosphäre von Vertrauen soll demokratisches Zusammenleben gelernt und praktiziert werden. Nicht nur die gegenseitige konstruktive Kritik und Hilfe, sondern auch das Hinterfragen und Erarbeiten von Regeln und Strukturen in der Gruppe gilt es zu erwerben

 

 

 

 aus

 Schule im Aufbruch

www.schule-im-aufbruch.de

 

Lernen zu handeln

Vom Als-ob-lernen zur Wirksamkeit in realen Kontexten

 

 

 Projektbasiertes Lernen

 

Authentische Begegnungen mit der realen Welt

Handeln lässt sich nicht in der Theorie erlernen, sondern im praktischen Tun. Eine Lernkultur, in der sich Potenziale entfalten können sollen, braucht reale Bezüge. Kinder und Jugendliche begreifen die Welt, indem sie sich in ihr erproben und das abstrakte Wissen, das ihnen in der Schule begegnet, in Beziehung setzen können. Die Lebenswirklichkeit ist ein Lernstoff der sie überall umgibt. Um sich selbst zu erfahren und eine positive Haltung der Welt gegenüber zu entwickeln, brauchen Kinder den Raum, in dem sie selbst tätig werden können, Verantwortung übertragen bekommen, Selbstwirksamkeit erfahren und Gestaltungskraft entwickeln können.

 

 Lernen durch Engagement Verantwortung übernehmen

Verantwortung und zivilgesellschaftliches Engagement zu übernehmen gehört zu den zentralen Elementen der Lernkultur.

 

Lernen durch Herausforderung Selbstwirksamkeit erfahren

Um mit Herausforderungen konstruktiv umgehen zu können sind Mut, Selbstvertrauen und Zuversicht gefragt. Diese erwachsen nicht aus Pflichterfüllung, sondern nur aus Erfahrungen, die in herausfordernden und unbekannten Situationen gemacht werden. Indem Kinder und Jugendliche die Gelegenheit dazu bekommen, Visionen zu entwickeln, sich Ziele zu setzen, diese zu verfolgen und die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, können sie Selbstvertrauen entwickeln, Selbstwirksamkeit erfahren und Vertrauen in die eigene Gestaltungsfähigkeit gewinnen.

 

Lernen durch Gestalten Kreative Problemlösung

Handeln lässt sich nicht in der Theorie erlernen, sondern im praktischen Tun. Eine Lernkultur, in der sich Potenziale entfalten können sollen, braucht reale Bezüge. Kinder und Jugendliche begreifen die Welt, indem sie sich in ihr erproben und das abstrakte Wissen, das ihnen in der Schule begegnet, in Beziehung setzen können. Die Lebenswirklichkeit ist ein Lernstoff der sie überall umgibt. Um sich selbst zu erfahren und eine positive Haltung der Welt gegenüber zu entwickeln, brauchen Kinder den Raum, in dem sie selbst tätig werden können, Verantwortung übertragen bekommen, Selbstwirksamkeit erfahren und Gestaltungskraft entwickeln können.